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Zecken sind gefährlich! Im zeitigen Frühjahr erwachen die Lebensgeister der Zecken

Der Gemeine Holzbock sowie die Bunt- oder Auwaldzecke sind die in Deutschland am häufigsten vorkommenden Arten. Die Braune Hundezecke kann bei Reisen in wärmeren Regionen eingeschleppt werden. Alle können schwere Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier verursachen.

Zecken lauern hungrig und gut getarnt auf Gräsern oder in Gebüschen. Streift ein Wirtstier vorbei, klammern sie sich blitzartig an diesem fest. Sie suchen möglichst dünne Hautregionen auf und bohren sich dort ein. An der Einstichstelle können Juckreiz und eine Schwellung auftreten, die aber bald wieder abklingen. Eine sehr viel größere Bedeutung haben die Blutsauger als Überträger gefährlicher, vor allem für den Hund teils lebensbedrohlicher Krankheiten, wie der Babesiose, Borreliose oder Ehrlichiose. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass etwa jede dritte Zecke in Deutschland die Borreliose-Erreger in sich trägt. Symptome einer Infektion sind Fieber, schmerzhafte Schwellungen der Gelenke, Lethargie und Lahmheit. Im weiteren Verlauf können auch Nervensystem und innere Organe geschädigt werden. Eine Borreliose-Erkrankung sollte immer antibiotisch behandelt werden.

Zecken sollte man sofort entfernen. Das ist nicht einfach, denn die kleinen Blutsauger sind im Fell von Hund und Katze nur schwer auszumachen. Erst vollgesogene Exemplare, die auf etwa einen Zentimeter Größe heranwachsen, sind mit dem Auge gut zu erkennen. Nahezu unmöglich ist es, die frühen Entwicklungsstadien der Larven und Nymphen zu finden. Doch auch diese beißen schon zu, da sie für jedes ihrer Entwicklungsstadien eine Blutmahlzeit benötigen.

Und der Zeckendruck nimmt zu. Eine erhöhte Reisetätigkeit, mehr Grünflächen auch in den Städten sowie mildere Winter begünstigen die Ausbreitung. Hunde- und Katzenhalter sollten besonderen Wert darauf legen, ihre Tiere mit Produkten zu schützen, die Zecken zuverlässig abwehren und abtöten. Gegen die Borreliose Erreger, die vom “Gemeinen Holzbock” übertragen werden, können Hunde auch geimpft werden.

Pressekontakt:
Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Dr. Martin Schneidereit
Tel. 0228/31 82 96, bft@bft-online.de

 

Bildquelle: Bernd Lang  / pixelio.de

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