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Miktionsbeschwerden

Nur ein Drittel der Männer mit Miktionsbeschwerden geht zum Arzt
An der gutartigen Vergrößerung der Prostata (BPH), der häufigsten Ursache für Miktionsstörungen bei Männern, leiden etwa 30 Prozent aller deutschen Männer über 50 Jahre. Doch die wenigsten fragen ihren Arzt um Rat. Nach den Ergebnissen der Herner LUTS-Studie, einer Befragung von 9000 Männern zwischen 50 und 80 Jahren, gehen nur ein Drittel der Männer mit Beschwerden beim Wasserlassen zum Arzt.

“Männer mit BPH ziehen das große Schweigen bis zum Schluß vor”, sagt Dr. Richard Berges, Urologe am Marienhospital in Herne. Scham und Angst seien meist die Ursachen, gesellschaftliche Isolation oft die Folge.

Nur, warum wird über diese weit verbreitete Krankheit so wenig gesprochen? Warum akzeptieren und arrangieren sich Männer über Jahre damit, daß ihr Harnstrahl immer schwächer wird und es nachträufelt, bis schließlich ein Gefühl des ständigen Harndrangs einsetzt, weil man die Blase nicht mehr richtig entleeren kann?

Dabei lassen sich Miktionsbeschwerden oft rasch lindern.
Bei Patienten mit BPH hilft eine geeignete Therapie, eine Operation zu verzögern oder gar zu verhindern
Männer mit benigner Prostata-Hyperplasie (BPH) arrangieren sich oft lange damit, wenn sie Miktionsstörungen haben und bemerken, daß ihr Harnstrahl schwächer wird, Harn nachträufelt und sie nachts wegen Harndrang häufig aufstehen müssen. Dabei können die Beschwerden durch eine medikamentöse Therapie oft rasch gelindert werden und eine Operation kann verzögert werden.

Nach einer Befragung von etwa 9000 Männern ist jeder dritte Mann über 50 und jeder zweite über 70 wegen Miktionsstörungen behandlungsbedürftig, doch nur jeder Dritte mit Störungen beim Wasserlassen geht auch zum Arzt. Häufigste Ursache dabei ist eine BPH. Ob eine Therapie notwendig ist, kann etwa über den Internationalen Prostata-Symptom-Score (IPPS) per Fragebogen erfaßte werden: Bei milden Symptomen und einem IPPS von unter sieben Punkten wird meist die Strategie des kontrollierten Abwartens empfohlen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Urologie sollten die Restharnwerte dabei aber unter 100 Millilitern liegen.


Bei höherem IPPS und größeren Restharnwerten gibt es mehrere medikamentöse Therapieoptionen:

Mit Alpha-1-Rezeptorblockern können Beschwerden wie Nykturie, Dysurie, Harndrang und Pollakisurie oft schon innerhalb weniger Tage verringert werden. Die Substanzen reduzieren den Tonus der glatten Muskulatur am Blasenausgang. Zur BPH-Therapie verwendet werden heute Tamsulosin (Alna®, Omnic®), Alfuzosin (Orion®, UroXatral®), Doxazosin (Cardular PP Uro, Diblocin® PP Uro) und Terazosin (Flotrin®).

Wie Dr. Richard Berges aus Bochum berichtet, kann damit die subjektiv empfunden Symptomatik um 35 bis 50 Prozent und die Harnflußrate um 20 bis 35 Prozent gebessert werden. Eine Anwendungsbeobachtung mit Tamsulosin bei 9420 Patienten ergab eine Ansprechrate von 80 bis 90 Prozent. Die Restharnmenge nimmt mit der Substanz um 20 bis 40 Prozent ab. Unerwünschte Wirkungen von Alpha-1-Rezeptorblockern können etwa Abgeschlagenheit und hypotone Dysregulation sein. Vor einer Verschreibung sollte eine Prostata-Obstruktion ausgeschlossen werden.

Bei einem stark vergrößerten Prostatavolumen von über 40 Millilitern kann eine Therapie mit Finasterid (Proscar®) das Volumen verringern. Der 5-alpha-Reduktasehemmer wirkt, indem er die Konzentration von Dehydrotostesteron reduziert.
In einer Vier-Jahres-Studie mit über 3000 Männern wurde im Vergleich zu Placebo das Risiko eines chirurgischen Eingriffs wegen akuten Harnverhaltens mehr als halbiert und das Prostatavolumen im Schnitt um 18 Prozent gesenkt.

Bei Teilnehmern von klinischen Studien, die die Therapie nach Studienende fortsetzten, ist auch langfristig eine positive Wirkung von Finasterid belegt worden, berichtet Dr. Franklin C. Lowe aus New York in den USA. So sei das Prostatavolumen nach sieben Jahren um 25 Prozent und die maximale Harnflußrate um zwei Milliliter pro Sekunde gesunken. Drei Prozent der Patienten hätten wegen unerwünschter sexueller Wirkungen abgebrochen.

Privatdozent Dr. Ludger Pientka aus Bochum empfiehlt Alpha-1-Rezeptorenblocker vor allem, wenn der Leidensdruck der Patienten sehr hoch ist, Finasterid vorwiegend bei Patienten mit großer Prostata, um ihnen möglicherweise eine Operation zu ersparen.

Phytopharmaka werden häufig bei leichten bis mittelgradigen Beschwerden verabreicht. Hierzu zählen ß-Sitosterin (etwa Azuprostat® M, Harzol®), Extrakte aus Brennesselwurzel (etwa Bazoton®, UTK®), Sägepalmenfrüchten (etwa Prostess®, Talso®, Prostagutt® mono), Kürbissamen (etwa Prosta Fink® forte) und Pollen (etwa Cernilton® N) sowie Extrakt-Kombinationen (etwa Prostagutt® forte, Cysto Fink®).

Wie Professor Karl Überla aus München berichtet, haben vier Meta-Analysen den Nutzen einer Phytotherapie belegt: Im Vergleich zu Placebo verbesserte sich der IPSS der Patienten, ihre Nykturie und die Restharnmenge nahmen ab und die maximalen Harnflußraten nahmen zu. Dabei seien diese Effekte bei einer Therapie mit Sägepalmenextrakten ähnlich gut wie bei einer Therapie mit Finasterid.

Eine aktuelle Vergleichsstudie mit 500 Männern mit früher symptomatischer BPH hat ebenfalls ergeben, daß eine Therapie mit Sägepalmenextrakt die klinischen Symptome etwa gleichwertig verbessert wie eine Therapie mit Finasterid. Allerdings ließ sich das Prostatavolumen nur unter Finasterid reduzieren.

Copyright © 1997-2006 by Ärzte Zeitung

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