0 Artikel

0,00 €

0
Zur Kasse
Anzahl Artikel Einzelpreis
Zwischensumme 0,00 €
Zur Kasse

Registrieren

» Passwort vergessen

» Überprüfungs-E-Mail zusenden


0 Artikel

0,00 €

0
Zur Kasse
Anzahl Artikel Einzelpreis
Zwischensumme 0,00 €
Zur Kasse

Registrieren

» Passwort vergessen

» Überprüfungs-E-Mail zusenden


Haut

Aufbau der Haut

Der Außenseiter unter den menschlichen Organenund die “Hülle unseres Körpers” ist die Haut! Sie schirmt gegen die Angriffe von Hitze und Kälte ab, schützt gegen Gifte, Strahlung, Mikroorganismen und Schmutz und reguliert die Körpertemperatur. Die menschliche Körperhülle ist nur wenige Millimeter dick, hat durchschnittlich fast 2 Quadratmeter Fläche (das entspricht etwa 20% unseres Körpers), wiegt satte zehn (!) Kilogramm und ist das größte Sinnesorgan des Körpers.
Unsere Haut besteht aus drei Schichten. Von außen nach innen lassen sich die Oberhaut (Epidermis), die Lederhaut (Dermis) und die verhältnißmäßig dicke Unterhaut (Subcutis) unterscheiden.

Epidermis (Oberhaut)
Die äußere Hautschicht ist ein Schutzschild, das durch Bindung von Wasser, also die Fettung nach außen, die Haut für schädigende Elemente schwerer zugänglich macht. Kommt es hier zu Verletzungen, so können von außen leichter Gifte oder Umweltsubstanzen in die Haut eindringen. Ultraviolettstrahlen werden durch eine Verbreiterung der Hautschicht und Intensivierung der Pigmentierung beantwortet (Lichtschwiele). Am Strahlenschutz selbst beteiligen sich eine Reihe von Substanzen, besonders das Keratin sowie wasserlösliche Materialien, mehr noch Proteine, Nukleinsäure und Lipide, Karotine und Proferin.

Unter der Hornschicht befindet sich die sogenannte Zwischenzone, die die Hornschicht und die darunterliegende Schicht verbindet. Hier finden sich Proteoklykane sowie Lipide, die wiederum eine Abwehrfunktion zur Umwelt darstellen. Darin Langerhannszellen, die in ihrer Funktion eine hochinteressante Modulatorfunktion im Immunsystem z.B. bei Kontaktallergien wahrnehmen. Zuunterst trifft man auf die Basalzellschicht. Hier liegen die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten), die teilweise in die höheren Schichten wandern, dort aber die Fähigkeit zur Pigmentbildung verlieren. Die eigentliche Keimschicht der Dermis ist hier anzutreffen. Alle diese Schichten bezeichnet man als Epidermis oder zu deutsch Oberhaut. Die Basalzellschicht stellt für diese Schicht Energie und Zellen bereit. Bei diversen Krankheiten, wie z.B. der Schuppenflechte kann sich die Epidermis deutlich verbreitern, und es kommt zur Ausbildung von ausgeprägten Hornlamellen.

Kutis (Lederhaut)
Unter der Oberhaut befindet sich die sogenannte Lederhaut, auch Dermis oder Kutis genannt. Hier befinden sich Faserbündel, die durch ihre Ausrichtung in diverse Richtungen besonderen Halt und Verschieblichkeit gewährleisten. Bei vermehrter Sonnenlichteinstrahlung kommt Menschen mit zunehmendem Alter vor allem in oberen Schichten zur Ausbildung von homogenen Material im Sinne eines minderwertigen Bindegewebes. Dieser Vorgang wird als sogenannte lichtbedingte (aktinische) Elastose bezeichnet. Neben dem Bindegewebe finden sich eingelagerte Hautanhangsorgane, wie Teile von Schweißdrüsen, Talgdrüsen, Talgdrüsen, Haarfolikel und Haarbalkmuskeln etc. Auch Nervenzellen und Nervenkörperchen sowie Gefäße kommen darin vor. Weiter zu erwähnen sind die Mastzellen sowie Fibroblasten. Anhand des besonderen Aufbaus der Lederhaut erklären sich zahlreiche Erkrankungen. Die besondere Fähigkeit des Ausschleusens von Freßzellen (Makrophagen) zur Abwehr von Lokalentzündung gen sowie die Fähigkeit dort lagernder Mastzellen von hochpotenten Allergie-Überträgerstoffen zeigt, dass die Lederhaut alles andere als ein ruhendes Organ darstellt.

Subkutis (Unterhaut)
Unter der Lederhaut befindet sich die Subkutis, die eine Verschiebungs- und Verbindungsschicht zuwischen der eigentlichen Haut und der darunterliegenden Muskulatur darstellt. Die Subkutis besteht größtenteils aus Septen mit Bindegewebe, darin eingeschlossen etliche Fettläppchen. Diese können an Fußsohlen regelrechte Druckpolster erreichen. Die Ausprägung des Subkutis hängt ab von Geschlecht, vom Alter, der Körperregion, hormonellen Faktoren, Ernährung und der Beanspruchung isoliert das Körperinnere gegen Umwelteinflüsse wie Hitze, Kälte, hat aber auch Speicherfunktionen im Fett- und Kohlehydratdratstoffwechsel.

Gefäß- und Nervensystem, Pigmentbildung
In der Kutis befinden sich die Gefäßgeflechte, die zur Versorgung der Haut mit Nährstoffen dienen. Hier werden Entzündungszellen in die Haut geführt, wie sie bei allergischen Prozessen nach Konfrontation mit Kontaktallergenen typisch sind. Das ebenfalls benachbarte Nervensystem mit teils markhaltigen, teils marklosen Nervenfasern ist insbesondere um den Haarfolikel anzutreffen. Die Haarfolikel stehen auch beim Menschen im Dienste der Sinneswahrnehmung. Die Haut vermittelt dem Gehirn Wärme- und Kältegefühl, Tastsinn, Schmerzsinn sowie Empfindung des Juckreizes.

Die Farbe der Haut wird durch die in der Epidermis und Kutis befindlichen Pigmentbildner, die sogenannten Melanozyten, erzeugt. Die Melanozyten geben Pigment an andere Zellen mit Hilfe ihrer Plasmaausläufer weiter, diese sogenannten Melanindepots machen die Hautfarbe aus. Der Dunkelhäutige unterscheidet sich vom Hellhäutigen durch die Zahl der feinen Melaninkörperchen in den Melanozyten. Substanzen wie Arsen, Röntgenstrahlen sowie entzündliche Prozesse, aber auch Stoffwechselerkrankungen und Hormone können eine verstärkte Pigmentierung durch Aktivierung des Melaninstoffwechsels hervorrufen. Kortison zum Beispiel und seine verwandten Substanzen bremsen die Ausschüttung von Melanozytenstimulierendem Hormon und so auch die Pigmentierung. Durch eine vermehrte Aktivität der Hirnanhangdrüse, wie z.B. bei einem Ausfall der Nebennierenrinde, führt es zu einer vermehrten Pigmentierung. Bestrahlung mit langwelligem UVA-Licht ruft schon nach Minuten eine Sofortpigmentierung hervor. Kurzwelliges UV-Licht führt hingegen zunächst zu einer Rötung der Haut, erst Tage später folgt die Bräunung, sie blaßt dafür aber auch nur langsam über Wochen und Monate ab (Spätpigmentierung).

2. Funktion der Haut

Die Oberhaut ist – wie man sieht – sozusagen die vorgelagerte Bastion. Sie ist wasserundurchlässig und schützt gegen Chemikalien und Strahlung. Die darunterliegende Lederhaut bildet einen robusten Schild gegen mechanische Stöße. Dort liegen auch die Blutgefäße, die die Oberhaut versorgen, und die Nervensensoren für Kälte und Wärme sowie der Tastsinn. Die Dermis geht ohne klare Begrenzung in das Zellgewebe der Unterhaut über. Diese besteht vor allem aus Fett, das uns vor Kälte schützt und für unsere Konturen verantwortlich ist.

Wenn zwischen dem Fett- und dem darunterliegenden Bindehautgewebe ein großes Mißverhältnis besteht, entsteht “Zellulitis” – die sogenannte Orangenhaut. Zwischen der Leder- und der Unterhaut befinden sich die Schweißdrüsen: pro Quadratzentimeter zwischen 100 und 300, insgesamt über zwei Millionen! Neben Wasser enthält Schweiß vor allem Abbauprodukte des Stoffwechsels, die unser Körper auch auf diese Art aussondert und damit die Nieren entlastet. Vor allem regulieren die Schweißdrüsen jedoch die Körpertemperatur. Auch Duftdrüsen sind Schweißdrüsen. Durch ihr Sekret, dem außer Schweiß diverse Geruchsstoffe beigemischt sind, entsteht der für jeden Menschen individuelle Körpergeruch. Vor Urzeiten halfen die Duftdrüsen unter anderem Geschlecht anzuziehen. Doch im Laufe der Menschheitsentwicklung sind sie gegenüber optischen Reizen ins Hintertreffen geraten. Doch gerade wenn sich Menschen näher kommen, spielt der Geruch wieder eine große Rolle. Denn Optische Reize hin oder her, wenn wir jemanden nicht “riechen” können, hat er auch mit dem stärksten Outfit keine Chance.

3. Lehre von der Ausprägung der Hauterscheinungen

Die Namensgebung von Hautveränderungen im Rahmen von Krankheiten führt zu den sogenannten Erst- oder auch primären und sekundären, das heißt später auftretenden Hauterscheinungen. Primäre Hauterscheinungen sind Flecken, Quaddeln, Knötchen auch Knoten, dann flacherhabene Effloreszensen, Bläschen sowie Blasen und sogar Eiterbläschen. Alle diese Begriffe haben auch lateinische Namen, die aber hier nicht dargestellt gehören. In Zusammenhang mit der Verteilung dieser primären Effloreszensen am Rumpf des Patienten erfolgt die Diagnosestellung, zu der oft ganz charakteristische Fragen bezüglich der Krankheitsgeschichte gehören. In der Kombination liegt dann die Bestätigung für die zunächst seitens des Arztes verdachtsmäßig geäußerte Erkrankung.

Sekundäre, das heißt also später auftretende Erscheinungen auf der Haut sind z.B. Schuppen, übermäßige Verhornungen, Krusten, Schorf, langsame Gewebeuntergangsareale, oberflächliche Hautdefekte, Geschwüre, Gewebsuntergänge sowie Narbenbildung. All diese Angaben sind sehr schematisch, sie werden verständlich, macht man sich die Bedeutung dieser Veränderungen im einzelnen klar. Flecken, also reine Farbänderungen, treten z.B. bei thermischen Schädigungen der Haut durch Weitstellung der Gefäße auf. Knötchen, also über das Hautniveau erhabene Veränderungen bedingt durch Verdickung der Oberhaut, bilden sich z.B. durch Einlagerung von Substanzen bei sogenannten Ablagerungserkrankungen. Liegen die auslösenden Veränderungen tiefer (wie z.B. bei einem metastasierenden schwarzen Hautkrebs, dem Melanom), so entsteht ein Knoten unter der Haut. Gleiches kann passieren durch eine entzündliche Veränderung eines Lymphknotens. Bläschen finden sich z.B. bei einem typischen Kontaktekzem,wo es durch Aufbringen des Allergens auf die Haut zu einer exsudativen, d.h. Reaktion mit Flüssigkeitsaustritt aus dem Gewebe kommen kann.

Bei massiven Schädigungen von Körperarealen z.B. nach langen Wanderungen ist es nicht selten, daß sich Blasen an den entsprechend beanspruchten Arealen ausbilden. Werden diese infiziert durch eine offene Wunde, können sich die Blasen oder Bläschen mit Eiter füllen. Als Zustand nach Entzündungen, teilweise auch beim Abheilen, finden sich häufig Schuppenauflagerungen. Diese sind z.B. gut bekannt von der Schuppenflechte, weisen aber häufig auch auf chronisch irritierte Areale, wie z.B. beim Analekzem hin. Als Folge regelmäßiger Beanspruchung prägen sich bei Maurern z.B. häufig verdickte Hornschichten in der Epidermis als Schutz vor überwiegend mechanischer Beanspruchung aus. Erosionen oder Abschürfungen entstehen nach mechanischen Defekten der Haut. Reicht ein Defekt bis in die Kutis hinein, so heilt er mit Narbenbildung ab. Die Veränderungen sind charakteristisch in ihrem Aufbau und daher für den hochspezialisierten Untersucher von Gewebeproben (Histopathologe) wichtig für die Beurteilung.

Diagnostik von Hautveränderungen
Um all diese Veränderungen in sinnvoller Weise aneinanderzufgen und zu einer Diagnose zu gelangen, bedarf es langjähriger Erfahrung. Wichtig für die Diagnostik ist zum einen die Lokalisation der Hautveränderungen, so sind gewisse Ekzeme typischerweise auf die Kontaktstellen zu den auslösenden Stoffen beschränkt (Hände). Weiterhin wichtig ist die Analyse von Begleitsymptomen, wie z.B. Verschlechterung der Probleme bei Kälte nach vorausgegangenen Erfrierungen, wo die blutzuführenden Gefäße ihre Fähigkeit zur Regulation mittels Verengung bzw. Weitstellung verloren haben. Weiterhin ist zu prüfen, ob neurologische Symptome wie z. B. vermehrte Schweißabsonderung vorhanden sind. Wichtig ist die Bestandsdauer von Veränderungen; so kommt es z.B. nach Zuführen von Nahrungsmittelallergenen häufig innerhalb von Stunden zu einer massiven Aussaat von Quaddeln am ganzen Körper. Diese Veränderungen verschwinden bei der akuten Form der Nesselsucht nach wenigen Tagen.

Verfärbungen der Haut spielen eine wichtige Rolle, so sind rötliche Verfärbungen bei Einblutungen nach mechanischer Einwirkung auf die Haut zu erkennen. Eine weißliche Verfärbung tritt durch Minderdurchblutung bei Kälteexposition auf. Eine bräunliche Verfärbung findet sich häufig nach Entzündungen sowie nach intensiver Sonnenbestrahlung. Derartige Veränderungen können selbstverständlich auch in Folge von Medikamenteneinnahmen auftreten, auch Schwangerschaften, Salben, Schönheitscremes und parfümierte Hautmittel können Hyperpigmentierungen der Haut insbesondere im Sommer auf exponierten Arealen hervorrufen. Werden manche Nahrungsmittel in übermäßiger Weise konsumiert, so kommt es z.B. bei Vitamin A zu einer rötlich-gelben Verfärbung insbesondere der Handinnenflächen (z.B. bei häufigem Genuß von Möhren bei Kindern); gelblich verfärbt werden kann die Haut durch Pigrinsäuren und Salpetersäure, eine grüne Färbung kommt häufig durch Einwirkung diverser Medikamente zustande. Schmutzig sieht die Haut z.B. bei arsenbedingten Veränderungen aus, eine schiefergraue Veränderung ist typisch nach Goldtherapie bei rheumatischen Erkrankungen. Eine blaue, grünliche oder rötliche Hautverfärbung ist bekannt nach Implantationen von Pigmenten in die Haut, wie sie bei der Tätowierung vorkommt.

Alle diese Veränderungen treten häufig als Symptome an der Haut auf, die über das Nervensystem wahrgenommen werden. Typisch ist ein Brennen oder auch Jucken der Haut. Gerade der Juckreiz ist ein dringendes Symptom, das den Patienten geradezu in die Hände des Hautarztes treibt. Typischerweise findet sich dieses Symptom bei allen durch Schädlinge wie Läuse erzeugten Hauterkrankungen, aber auch beim allergischen Ekzem, bei der Nesselsucht, bei Arzneimittelekzantemen sowie beim Abheilen von Sonnenbränden. Sonnenbrände selber sind mit einem starken Brennen der Haut verbunden. Juckreiz im Pobereich deutet häufig auf eine Pilzinfektion des Magen-Darm-Traktes hin, genauso können Arzneimittelunverträglichkeiten vorliegen.

Die folgenden beiden Aufzählungen zeigen, welche Umweltschadstoffe woher kommen und wo sie angreifen. Es fällt auf, daß fast jedes Organ – nicht nur die Haut – Ziel eines Angriffs sein kann. Auf der anderen Seite kommt der Frühdiagnose durch Analyse des gut zugänglichen Hautorgans wichtige Bedeutung zu. Daher haben sich etliche Hautärzte nicht nur zusätzlich auf allergologische sondern auch auch auf relevante umweltmedizinische Fragestellungen spezialisiert.

Umweltmedizinische relevante Faktoren:
Schadstoffe in der Innenraumluft wie:
Formaldehyd, Lösungsmittel, Holzschutzmittel, Chlororganische Verbindungen, Asbest, Radon

Emissionen durch:
Großindustrien, Gewerbegebiete, Autoverkehr, Kleinfeuerungsanlagen, Kraftwerke

Mögliche Umweltbelastungen im Lebensumfeld durch:
Altlastenstandorte, Bleibelastete Spielplätze, Trinkwasser, Nahrungsmittel, Allergene, behandelte Hölzer, (Fußböden, Decken, Türen), Hobby- und Spielmaterialien, energiereiche Strahlen, elektromagnetische Felder

Wichtige Zielorgane und relevante Umweltschadstoffe:
Atemwege:
Schwefeldioxid, Stickstoffdioxyd, Ozon, Formaldehyd, Blei, Kadmium, Chrom, Mangan, Nickel, Asbest, Zigarettenrauch, Kfz-Abgase

Herz-Kreislauf-System:
Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe, Arsen, Blei, Antimon, Barium, Kobalt, Thallium, Zigarettenrauch

Stoffwechselorgane:
Arsen, Antimon, Beryllium, Kadmium, Blei, Chrom, Kobalt, Kupfer, Quecksilber, Zinn, Zink, Hydrazin, Iodide, Kohlenwasserstoffe, Dioxine, Furane, Mercaptane, Armine

Niere:
Kadmium, Quecksilber, Blei, Arsen, Nickel, Chrom, Wismut, Vanadium, Tetrachlorkohlenstoff, Trichlorethen, Trichlorethylen, Hexachlorbutadien, Dibromchlorpropan, Ethylendibromid, Vinylchlorid

Blutbildende Organe:
Strontium, Barium, Arsen, Radionuklide, Fluoride, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Benzon

Haut:
Formaldehyd, Chlor, Brom, Jod, Kohlenwasserstoffe, Arsen, Chrom, Nickel, Thallium

Reproduktionsorgane:
Insektizide, Herbizide, Fungizide, Adarizide, Diethylstilbestrol

Nervensystem:
Blei, Kadmium, Quecksilber, Mangan, Thallium, Zinn, Dioxine, Schwefelkohlentoff, Trichlorethylen, Hexan, Toluol, Pestizide, Insektizide, Kohlenmonoxid

Hauttypen / Problemhaut

Die individuelle Beratung des Patienten
Autoren: Wolf-Ingo Worret, Berthold Jeßberger, Isolde Hof
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Technischen Universität München

Die Haut als lebendes Organ kann ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften laufend ändern und sich so den Einflüssen der Umgebung anpassen. Diese Reaktionen beachtete man in früheren Zeiten kaum, was sich besonders in einer recht starren Hautpflegeberatung niederschlug. Durch genauere Befunde, die man in den letzten Jahren in der Hautphysiologie erhalten hat, ist es möglich geworden, Hautpflegepläne dynamischer zu entwickeln und so die Gesundheit der Haut zu optimieren.

Der aktuelle Hautzustand
Mit “aktuellem Hautzustand” bezeichnet man denjenigen Hautzustand, der sich am Untersuchungszeitpunkt bietet. Früher sprach man vom “Hauttyp” und meinte damit einen durch die Vererbung festgelegten Hautstatus, den man üblicherweise grob in 3 Kategorien einteilte:

normal
fett (seborrhoisch)
trocken (sebostatisch)

Dazu kamen noch Unterformen.
Diese starre Einteilung erwies sich jedoch als unzutreffend, da sich der Hautzustand im Laufe des Lebens, aber auch durch andere Einflüsse ändern kann. Dementsprechend müssen z.B. auch die Produkte zur Hautpflege gewechselt werden. Der aktuelle Hautzustand ist abhängig von:

Vererbung
inneren Faktoren
äußeren Faktoren
Es ist bekannt, dass neben der Vererbung (z. B. Anlage zur Sebostase, Seborrhoe oder Akne) auch innere Faktoren, wie hormonale Störungen (auch Ovulationshemmer, polyzystische Ovarien), Stress oder Rauchen, und äußere Faktoren, wie Wärme, Kälte, Meerwasser, entfettende Seifen oder Lösungsmittel, den Hautzustand entscheidend beeinflussen und verändern können. Auch die Jahreszeiten, Menstruation, Raumklima oder Krankheiten haben eine Auswirkung auf die Haut.

Ein sehr wichtiger Aspekt, der auch in Lehrbüchern oft durcheinandergeworfen wird, ist, dass der Gegensatz von fett nicht trocken, sondern fettarm ist. Der Gegensatz von trocken ist aber feucht.

Beschreibung der Hautzustände im Einzelnen:

Die Normalhaut
Die als normal zu bezeichnende Haut ist feinporig, zart, samtig-glatt, geschmeidig, rosig, fettet nicht nach und spannt nicht. Die Haut wirkt gesund, ist problemlos zu reinigen und zu pflegen. Kinder haben fast immer diesen Hauttyp. Auch wenn dieser Hautzustand zum Zeitpunkt der Untersuchung vorliegt, sagt das nichts über die Stabilität dieses Zustandes aus. Oft stellt sich im Beratungsgespräch heraus, dass die Gesichtshaut bei längerem Aufenthalt in überheizten oder klimatisierten Räumen mit Irritationen und Spannungsgefühl reagiert oder sich vielleicht nach einer zu fetten Pflegecreme \”“Unreinheiten\”“ bilden. Diese Informationen sind bei einer Beratung und der Auswahl einer Kosmetikserie zu berücksichtigen.

Pflegeanleitung:
Reinigung: Reinigungsmilch oder -gel
Gesichtswasser: Alkoholfrei oder bis 15% Alkohol
Pflege: Nur bei unangenehmem Spannungsgefühl 1-2x tägl. eine leichte Ö/W Emulsion, abgestimmt auf Alter und Jahreszeit (15-30 % Fettgehalt)
Sonnenschutz: Ö/W Sonnencremes (mit entsprechendem Lichtschutzfaktor)

Der fett-feuchte Hautzustand
Typisch für den fett-feuchten Hautzustand ist eine grobe, kräftige, stark glänzende, großporige Haut. Dieser Hautzustand ist sehr robust, widerstandsfähig und auch unempfindlicher gegen Sonneneinstrahlung. Die fett-feuchte Haut tritt vorwiegend in Arealen auf, an denen sich viele Talgdrüsen befinden, d.h. Kopf, Brust und Rücken. Die übrige Körperhaut kann dabei normal oder sogar fettarm sein.
Mit Beginn der Pubertät entwickelt sich dieser Hauttyp. Ein hoher Anteil der Jugendlichen neigt zu diesem Hautzustand. Damit sind die Voraussetzungen für eine Akne geschaffen.
Egal in welchem Alter sich der Patient befindet, wichtig ist, diesen Hautzustand mit entfettenden Präparaten auszugleichen, um einen Normalzustand zu erreichen. Bei falscher Pflege, d.h. zu fetthaltigen Präparaten, kann eine Akne provoziert werden.

Pflegeanleitung:
Reinigung: Syndet mit saurem pH oder Reinigungsgel
Gesichtswasser: Alkoholisches Gesichtswasser, adstringierend
Pflege: Nur bei Bedarf ein ganz leichtes Feuchtigkeitsgel oder eine Ö/W Emulsion mit geringem Hydrolipidanteil.
Sonnenschutz: Sonnengel oder eine andere fettarme Grundlage

Bei Akneneigung eignet sich eine Lotio oder eine Benzoylperoxidgel-Minutentherapie.

Die sogenannte “Mischhaut”, die eine fette Partie in der Gesichtsmitte (Stirn, Nase, Kinn = T-Zone) und an der Wangenpartie den normalen bis fettarmen Hautzustand aufweist, sollte dem Hautzustand entsprechend unterschiedlich behandelt werden. Diese zwei verschiedenen Hautzustände kann man nicht mit der selben Creme behandeln. Das bedeutet, dass man mindestens 2 unterschiedliche Pflegepräparate benötigt. Kosmetikserien für Mischhaut, wie sie von der Kosmetikindustrie oft angeboten werden, sind unsinnig. Die Mischhaut wird häufig mit dem fettarm-trockenen Hautzustand verwechselt, weil die Patienten meist über ähnliche Symptome wie Rötung, Reizung, Spannungsgefühl und schuppende Haut klagen.

Der fett-trockene Hautzustand
Den fett-trockenen Zustand kann man als kurzzeitige Abweichung des fett-feuchten Hautzustandes nennen. Bei diesem Zustand hat die Haut einen glänzenden Schimmer, eventuell eine starke Schuppung, ein pergamentartiges Erscheinungsbild und ein unangenehmes Spannungsgefühl. Nach extremer Sonnenbestrahlung (Urlaub, Sonnenbrand, Solarium) oder intensiver externer Aknetherapie kann dieser Zustand eintreten.

Pflegeanleitung:
Reinigung: Reinigungsgel oder – milch
Gesichtswasser: Ohne Alkohol oder ganz weglassen
Pflege: Nach Sonnenbestrahlung viel Feuchtigkeitsgel; Aknetherapie reduzieren (jeden 2.-3. Tag behandeln!); evtl. etwas Feuchtigkeitslotion oder -creme auftragen
Sonnenschutz: physikalischer Lichtschutz

Der fettarm-trockene Hautzustand
Der am schwierigsten zu behandelnde Hautzustand ist der fettarm-trockene Hautzustand. Die Talgdrüsen produzieren zu wenig Talg. Die Haut erscheint schuppig, rauh, matt und glanzlos. Es können Spannungen, Juckreiz und Exsiccationsekzeme entstehen. Die oft fleckförmigen Rötungen und trockenen, rauhen Stellen geben der Haut ein unruhiges Erscheinungsbild. Durch den verminderten Fett- und Feuchtigkeitsgehalt besteht eine Tendenz zur vorzeitigen Alterung der Haut, d. h. es können Fältchen und Runzeln auftreten. Die Hautschichten verdünnen sich. Nur durch konsequente Pflege mit fett- und feuchtigkeitsreichen Produkten kann man das Spannungs- und Trockenheitsgefühl lindern.

Pflegeanleitung:
Reinigung: Milde Reinigungsmilch mit erhöhtem Lipidanteil
Gesichtswasser: Ohne Alkohol
Pflege: Am Tag: Feuchtigkeitscreme (O/W 25-40% Fettgehalt); Nachtpflege: Fettcreme (W/O 50-70% Fettgehalt); Natürliche Feuchthaltefaktoren (NMF) wie z.B. Urea sind indiziert.
Sonnenschutz: Sonnencreme

Der fettarm-feuchte Hautzustand
Dem nur kurzzeitig auftretenden fettarm-feuchten Hautzustand liegt die fettarm-trockene Haut zugrunde. Durch äußere Umstände, z.B. Schwitzen beim Sport oder Arbeit in einer Wäscherei d.h. in Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit ändert sich dieser Hautzustand. Die Patienten beschreiben eine aufflammende Rötung, wie bei einer Entzündung. Außerdem entsteht ein sehr unangenehmes Hitzegefühl, das lange Zeit anhalten kann.

Pflegeanleitung:
Pflege:Beim Sport oder vor der Arbeit in hoher Luftfeuchtigkeit; nur ganz leichte Feuchtigkeitscreme (15-25% Fettgehalt); Nachtpflege wie beim fettarm-trockenen Hautzustand.
Sonnenschutz: Sonnenmilch

Für alle Hautzustände gilt
Unabhängig vom Hautzustand sollte mit zunehmendem Alter regelmäßig eine Augenfältchencreme verwendet werden, da sich in der Augenpartie nur wenig Talgdrüsen befinden und außerdem Körpercremes in die Augen spreiten können. Der Hals- und Decolletébereich benötigt auch unabhängig von der Gesichtspflege fettreichere Produkte. Egal welchen Hautzustand man besitzt, nach der Reinigung mit modernen Syndets entsteht öfters ein Spannungsgefühl. Es empfiehlt sich also etwas abzuwarten. Wenn das Spannungsgefühl von selbst nachläßt, erübrigen sich Gegenmaßnahmen.

Die von verschiedenen Kosmetikfirmen angebotenen Pflegeserien für die Haut ab 25, ab 30, ab 40 Jahren o.ä. können oft die falsche Pflege sein. Man muss die Hautpflege immer auf den aktuellen Hautzustand abstimmen.

Wenn man sich bei extremen Kältegraden länger im Freien aufhält, sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass keine Feuchtigkeitscreme oder -gel aufgetragen wurde. Das kann zu Erfrierungen führen, weil die Wassertröpfchen in der Creme auf der Haut vereisen. Beim fett-feuchten Hautzustand genügt normalerweise der Fettfilm, den die Haut selber produziert, als Schutz. Die Patienten mit dem fettarm-trockenen Hautzustand nehmen im Winter ihre Nachtpflege.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich die Hautpflegeberatung sich immer streng an das Erscheinungsbild und der Hautbeschaffenheit jedes einzelnen Patienten zu orientieren hat, also individueller sein muss als die allgemeinen Werbeaussagen der Kosmetikfirmen. Der Patient muss auch lernen oder angeleitet werden, die Bedürfnisse seiner Haut besser zu verstehen und zu beurteilen, damit er auf Änderungen von extrinsischen oder intrinsischen Einflüssen schneller und richtiger reagieren kann. Die hier beschriebenen Richtlinien können dementsprechend auch nur einen groben Anhalt zu einer optimaleren Beratung darstellen. Sie gelten besonders für die Gesichtspflege, sollten jedoch in jede Pflegeempfehlung mit einfließen.

Adresse der Autoren
Prof. Dr.med. W-I. Worret
Priv. Doz. Dr.med. Dr. rer nat B. Jeßberger
Isolde Hof, med. Kosmetikerin

Hautpflege allgemein

1. Ernährung

Auch wenn uns die Kosmetikindustrie oft glauben machen möchte, daß gesunde, schöne Haut das Ergebnis dessen ist, was ihr aus vielen Tuben und Töpfchen eingerieben wird, so sollte das nicht uneingeschränkt im Raume stehen bleiben. Unsere Haut ist neben vielen Umweltfaktoren Spiegelbild unserer Lebensführung und Ernährungsweise.

Es steht außer Frage, daß falsche oder nicht ausgewogene Ernährung unserer Haut schadet. Skorbut z.B. ist eine Krankheit, die durch den Mangel an Vitamin C ausgelöst wurde. Sie führte dazu, daß der ganze Körper von großen schwarzblauen Blutergüssen überzogen ist und zuvor Zahnfleischbluten etc. auftritt. Diese früher bei Seefahrern gefürchteten drastischen Auswirkungen gibt es heute nicht mehr.

Eine ausbalancierte, vitaminreiche Ernährung schützt die Haut vor Verletzungen und Entzündungen. Wissenschaftliche Studien haben bisher 13 Vitamine und mehr als 16 Mineralstoffe nachgewiesen, die unsere Haut benötigt, um gesund bleiben zu können. Dies klingt sehr kompliziert, doch wer auf seine Ernährung achtet und sich an die grobe Regel “50% Kohlehydrate,20% Proteine und 30% Fett” hält, kann diese Ausgewogenheit meist ohne Probleme erreichen.

Wer sich und somit seine Haut gesund erhalten will, sollte darauf achten, daß seine Nahrung alle Nährstoffe enthält, die wichtig sind. Somit können nicht nur ernährungsbedingte Hautprobleme vermieden werden, sondern unser ganzer Organismus fühlt sich wohler. Vor allen Dingen braucht unser Körper Wasser, Proteine, Fette, Kohlehydrate, Vitamine und Mineralstoffe. Wasser ist unentbehrlich für die Stoffwechselprozesse. Das Wachstum und die Erneuerung der Zellen werden durch Proteine angeregt, und die Energie erhält unser Körper durch die Kohlehydrate. Mineralien und Vitamine sind die notwendigen Bausteine für ein normales Wachstum, die Körperfunktionen sowie die Regulierung des Stoffwechsels, die Fette speichern letztlich die Energie.

2. Kleidung
Kleidung schützt: vor Witterung, Kälte, Hitze, schädlicher Strahlung, Licht. Die Industrie erarbeitet zur Zeit mit führenden deutschen Dermatologen Stoffe, die eine deutliche Reduktion der Lichtdurchlässigkeit aufweisen. Hierdurch soll ein optimierter Lichtschutz geboten werden, was in den Augen der Marketingstrategen ein deutliches Plus gegenüber der Konkurrenz aus Billiglohnländern darstellt. Insbesondere Sonnen schirme, Hüte und Hemden sollten ein Prüfsiegel erhalten, das Aussagen zur Lichtdurchlässigkeit gestattet.

Soviel an Positivem zur Kleidung. Doch vieles hat zwei Seiten: Beispiel Damenbekleidung – Leggings. Diese sind bzw. waren wie viele andere der Mode unterworfene Kleidungsstücke ein zeitliches Phänomen. Hinterhältig wird die Sache, wenn diese Kleidungsstücke unmittelbar auf der Haut aufliegen. Solche Hosen sind oft ausgesprochen bunt eingefärbt, ohne daß Genaueres über Farben, deren Herkunft, Zusammensetzung und Toxikologie bekannt ist. Darüber hinaus verspricht das elastische Gewebe, daß in dem Stoff neben sogenannter Naturfaser auch Synthetik eingewoben ist. Nach Einführung dieser Kleidungsstücke traten bei etlichen Patientinnen Hautsymptome im Bereich der Beine auf: deutlicher Juckreiz, teilweise Rötung sowie Bläschenbildung. In wissenschaftlichen Schriften wurde dieses Phänomen als sogenannte “Leggings-Dermatitis” beschrieben. Ursache ist eine allergische Reaktion auf Farbstoffe, die in diesen Kleidungsstücken vorkommen. Um im Einzel-fall hinter den Auslöser zu kommen, sind akribische Nachforschungen notwendig.

In der Praxis führen wir einen Läppchen-Test mit 20 verschiedenen Textilfarbstoffen durch, um den Übeltäter zu erkunden. Ist ein solcher eindeutig durch entsprechende Hautreaktion zu erkennen, beginnt die Suche erst: Zunächst muß man unter dem Kleiderpool das entsprechende Kleidungsstück herausfinden, dann darf der Patient in Kontakt mit dem Hersteller treten und versuchen, genauere Informationen über die verwandte Farbe etc. herauszufinden. Meist wird ihm dies aus diversen Gründen nicht gelingen, der Hautarzt ist aber schon gar nicht mehr in der Lage, jedem einzelnen Verdacht nachzugehen. In schwierigen Fällen wird er selbstverständlich den Patienten in seinem Bemühen unterstützen und direkt Kontakt mit dem Hersteller aufnehmen. Ob dies zu einem greifbaren Ergebnis führt, ist aber – wie wir anhand diverser Beispiele festgestellt haben – durchaus fraglich.

Pflanzenschutzmittel und Formaldehyd in Kleidung
Ein anderes Problem ist die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln bei der Herstellung sogenannter Naturstoffe, die aus Baumwolle gewonnen werden. Gerade die Baumwollkleidung wird ja von den Dermatologen als beste Alternative für die Haut von Neurodermitikern empfohlen und gilt als besonders hautfreundlich. Bei Untersuchungen des Bayreuther Instituts für ökologische Chemie fanden sich in Baumwoll-T-Shirts zum Teil erhebliche Mengen an Dioxinen, die sich beim Tragen von den Fasern ablösen und auf die Haut übergehen.

Eine Schädigung des Immunsystems durch derartige Kontaminationen ist nicht auszuschließen, da die Bayreuther Wissenschaftler in manchen T-Shirts bis zu 350 ng Dioxin pro Kilogramm Stoff fanden und Wissenschaftler der US-Umweltbehörde in Versuchen nachweisen konnten, daß bereits 5 bis 50 ng pro Kilogramm Körpergewicht das Immunsystem des Menschen irreparabel schädigen können. So ist die Frage einer krebsfördernden Wirkung von derartigen Giften bis zum heutigen Tage nicht befriedigend geklärt.
Ein weiteres Problem stellt der häufige Nachweis von formaldehydhaltigen Verbindungen in Leinen- und Baumwollhemden dar. Die Formaldehyde werden eingesetzt, um das Knittern und Einlaufen von Hemden zu verhindern. Formaldehyd kann durchaus schwere Allergien auslösen und in hohen Konzentrationen (Lösen durch Schwitzen!) krebserregend wirken.

Insektizide und Pestizide

Das bisher noch am wenigsten untersuchte Hauptproblem ist der Einsatz von Insektiziden und Pestiziden in den Baumwollfeldern. Jedes Jahr werden zwischen 150 und 250 Tausend Tonnen dieser Stoffe auf den Baumwollfeldern der Welt verteilt: rund 1/5 der Weltproduktion. Gerade in der Baumwolle, einer sogenannten Naturfaser (welch ein Widerspruch!), aus der etwa 30% aller Textilkleidung auf der Welt hergestellt sind, ist die Chemie sozusagen zu Hause.

So läßt sich die Baumwollernte rationeller gestalten, wenn zunächst die Stauden mit Agent-Orange bestäubt werden, damit die Baumwollkokons herabfallen. Diese kann man dann mittels riesiger Staubsauger ohne großen Personaleinsatz gewinnen. Agent-Orange ist ein aus dem Vietnam-Krieg bekanntes Entlaubungsgift, das mittlerweise Tausenden von Vietnam-Veteranen gesundheitliche Probleme bereitet.

Warenkorb

0 Artikel

0,00 €

0
Zur Kasse
Anzahl Artikel Einzelpreis
Zwischensumme 0,00 €
Zur Kasse
Merkzettel
Kundenkonto
Bestellschein
Rezept einlösen
Rezept einlösen
Newsletter
Newsletter