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Geschichte der Apotheken

Arzneizubereitung in der Antike

Die Geschichte der Arzneien ist mit den Ursprüngen der Menschheitsgeschichte eng verknüpft. Die Kenntnis der Wirkung von Arzneien beruht auf Beobachtung, Zufall und Erfahrung. Die älteste Rezeptsammlung, die uns überliefert wurde, stammt von den Sumerern in Mesopotamien um 3000 vor Christus – sie ist heute also rund 5000
Jahre alt. In Fachkreisen berühmt ist auch der so genannte Ebers-Papyrus, vor 3500 Jahren in Ägypten verfasst, der rund 880 medizinische Rezepte und
Heilmittel auflistet. Die alten Ägypter hatten einen hohen Kenntnisstand bei der Verwendung von Arzneien, der auch bei den aufwendigen Mumifizierungen eine wichtige Rolle spielte. Die ersten Medikamente waren größtenteils Pflanzen und Heilkräuter, Arzneistoffe wurden aber auch aus tierischen und mineralischen Stoffen gewonnen. Professionelle Arzneizubereitungsstätten – die ersten Apotheken – waren Hospitälern im Nahen Osten angegliedert, etwa im 9. Jahrhundert nach Christus, und zwar in Bagdad, dem heutigen Irak. In der Antike und im Mittelalter gab es grundsätzlich zwei zentrale Stätten der Arzneimittelzubereitung: die ärztliche Praxis und der Haushalt. Ärztliche Rezepte beruhten meist auf Mitteln, die auch im Haushalt eine wichtige Rolle spielten – etwa Honig, Wein und Milch. So bildete sich neben der gelehrten Medizin auch eine Volksmedizin heraus.

h2.Geschichte und Ursprünge der Heilkunst

Zu Anfang wurden Körper, Seele und Geist als untrennbare Einheit empfunden, was auch das griechische Philosophenwort verdeutlicht: \”“Nur in einem gesunden Körper regiert ein gesunder Geist\”“. So lag denn auch die Heilkunst in der Antike ausschließlich in den Händen der Priester. Schon zu erstaunlich früher Zeit ist die heilende Kraft einiger Pflanzen erwähnt, insbesondere ein aus Pflanzen hergestellter Wundertrank der schönen Helena, der Frohsinn und Sorglosigkeit erzeugen soll. Der naturphilosophisch ausgerichtete Erkenntnisdrang der Griechen
bringt besondere Akzente auch in die Heilkunst. So ist hier Thales von Milet zu erwähnen, nicht nur als Mathematiker, sondern auch seiner Philosophie wegen: Er hielt das Wasser für den Urstoff alles Seins. Anaximander verkündet bereits 550 v. Chr., dass der Mensch Vorfahren habe, die tierähnliche Geschöpfe gewesen sein müssen. Und Pythagoras ist nicht nur als Mathematiker berühmt, sondern er beschrieb auch die Heilkraft einiger Pflanzen. Und mit Erstaunen erfährt der moderne Mensch, dass bereits Demokrit (460-370 v. Chr.) eine erste Atomlehre begründet hat.

Entstehung der uns bekannten Apotheken

Die Vorläufer der Apotheken waren im 8. und 9. Jahrhundert ansässige Gewürzhändler im Vorderen Orient.

Die ersten „Apotheken“ in Deutschland wurden von Kaufleuten, die mit Heilkräutern und Gewürzen Handel trieben, als eine Art Kolonialwarenladen betrieben.

1241 wurde vom Stauferkaiser Friedrich II. das „Edikt von Salerno“ (auch „Constitutiones“ oder Medizinalordnung) erlassen: die erste gesetzlich fixierte Trennung der Berufe Arzt und Apotheker. Ärzte durften keine Apotheke besitzen oder daran beteiligt sein. Arzneimittelpreise wurden gesetzlich festgeschrieben um Preistreiberei zu verhindern. Das Edikt von Salerno wurde Vorbild der Apothekengesetzgebung in ganz Europa.
Nach der Erlassung der Medizinalordnung von 1241 entstanden städtische Apothekenordnungen, in denen festgelegt wurde, dass Apotheken nur zum Verkauf von Arzneien gegründet werden dürfen.

Im Laufe des 14. Jahrhundert wandeln sich die Apotheker vom fliegenden Händler zum wohlhabenden Patrizier, der nicht nur Heilpflanzen, Gewürze und Drogen verkauft, sondern auch selbst Arzneimittel in der Offizin (lat. officina) herstellt.

Später verlagert sich die Arzneimittelherstellung von der Offizin ins Labor, und noch heute wird der Verkaufsraum einer Apotheke als Offizin bezeichnet.

Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelten sich die deutschen Apotheken vom Ort der Arzneimittelherstellung bedingt durch das Wissen über die Chemie auch zu einem Ort der Arzneimittelerforschung. Vor allem in Berlin, Thüringen und Sachsen konzentrierte sich die pharmazeutisch-chemische Forschung und Lehre in Deutschland.
Die große Zahl der Wissenschaft aber beginnt erst nach der Renaissance, also in der Zeit der Aufklärung. Hier steht am Anfang Johann Rudolph Glauber (1604-1668), der die Herstellung von Mineralsäuren betrieb und synthetisch Salze darstellte, berühmt bis heute ist das Glaubersalz. Dann ist Andreas Siegmund Marggraf (1709- 1782) zu nennen, dem es gelang, aus der Zuckerrübe Kristallzucker zu isolieren, frei von bitterem Nebengeschmack, den die Zuckerrübe beinhaltet. Weiterhin ist Martin Heinrich Klaproth (1743-1817) zu erwähnen, der als erster Professor der Chemie in Berlin gelehrt hat. Sein Arbeitsgebiet war die Mineralanalyse. Er entdeckte die Elemente Cerium und Uran.
Auch Johann Friedrich Böttger, der Erfinder des Porzellans (1709), gehörte in
die Reihe der Apotheker. Nachdem ihm unter August dem Starken die Herstellung des weißen Goldes gelungen war, saß er lange Zeit gefangen in einer Festung, damit er das Geheimnis nicht verraten konnte. Erst später wurde er Leiter der berühmten Meißner Porzellanmanufaktur. Weiter ist von Bedeutung jener Hoffmann, der als Apotheker Goethes Lehrmeister in naturwissenschaftlichen Fragen war.
Privat arbeitete er wissenschaftlich an der Analyse der Mineralwässer. Auch
Döbereiner (1780-1849), der Begründer und Entdecker der Katalyse gehört hierher.
Sein legendäres Feuerzeug war gewissermaßen ein Nebenprodukt seiner Forschung.
Ebenso war Friedrich Ferdinand Runge (1795 – 1867) Apotheker. Er ist nicht nur der Vater der Anilinfarben, sondern er isolierte auch Coffein und Atropin sowie Chinolin, und hat damit bedeutende Arzneimittel entwickelt. Schließlich seien noch einige Apotheker erwähnt, deren Namen allgemein bekannt sind, da aus ihren Apotheken und ihrer Tätigkeit große chemisch-pharmazeutische Werke entstanden sind. Zum Beispiel Merck, Schering, Leverkus und Riedel.

Als Kuriosum sei zum Abschluss noch Lukas Cranach der Ältere (1472- 1553) genannt. Sein Fürst, Friedrich der Weise von Sachsen, übereignete ihm die Hofapotheke zu Wittenberg, damit er genügend Einkommen habe, um in Ruhe die Bilder malen zu können.

Man sieht also, an großen Geistern fehlt es im Apothekerstand nicht. Allein nicht als Apotheker sind sie berühmt, sondern als Maler und Schriftsteller, vor allem als Chemiker, Naturwissenschaftler, Entdecker und Erfinder. Dass man sie aber nicht als Apotheker bezeichnet, hat seine Ursache in der geschichtlichen Entwicklung dieses Berufsstandes.

Durch die Errungenschaften der Pharmaunternehmen beginnt Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts eine Umstellung der deutschen Apotheke. Anstatt Arzneimittel selbst herzustellen, beschäftigt sich die Apotheke zunehmend mit der Prüfung der Qualität und Identität von Arzneimitteln und der Beratung rund um Arzneimittel.

Nach Ende des 2. Weltkriegs wurde zunächst in der amerikanischen Zone, später in ganz Westdeutschland die Niederlassungsfreiheit für Apotheken eingeführt, sodass seitdem jeder Apotheker eine Apotheke am Standort seiner Wahl unabhängig vom Bedarf eröffnen darf. Wegen der Arzneimittelpreisverordnung, die bisher einheitliche Arzneimittelpreise für ganz Deutschland festlegte, fand der Wettbewerb nur durch die Beratung der Kunden, aber teilweise auch durch die Gewährung von sog. Zugaben, statt.

In der sowjetisch besetzten Zone verfügte die Deutsche Wirtschaftskommission (DWK) am 22. Juni 1949 die Enteignung der Apotheken und damit wurden auch alle Rechte für erloschen erklärt. Eigentümer, die selbst Apotheker waren, erhielten aber das Recht den Betrieb als „Apotheke im Privatbesitz“ weiterführen zu können, wenn die Betriebsabgaben abgeführt wurden. Von den Eigentümern oder Erben verpachtete Apotheken wurden in Mitteldeutschland zu „Landesapotheken“, die Eigentümer erhielten als Entschädigung einen Anteil aus dem Aufkommen der „Betriebsabgaben“. Erst 1954 wurden genaue Beträge der Entschädigungen festgesetzt und betrugen 30 bis 50 % des durchschnittlichen Jahresumsatzes, abzüglich möglicher Forderungsbeträge an die Apotheken. Die Auszahlung erfolgte planwirtschaftlich nach 5 Jahren. Neu errichtete Apotheken in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) waren grundsätzlich „Landesapotheken“, die verpachtet oder als Poliklinik-Apotheken verwaltet wurden. Die Anzahl der „Apotheken im Privatbesitz“ betrug 1956 rund 298 von 1.533 Apotheken (=19,4 %) und die Zahl verringerte sich stetig bis es nur noch „Landesapotheken“ oder Apotheken an Polikliniken gab. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Möglichkeiten wanderten viele voll ausgebildete Apotheker ab 1951 in den Westen aus, so dass die staatliche Führung sich gezwungen sah, nach sowjetischem Vorbild so genannte Apotheker-Assistenten als mittleres medizinisches Personal mit Ausbildung auf Fachschulen, z.B. der damaligen Pharmazieschule Leipzig, einzuführen.
 

Im 21. Jahrhundert hat sich die Apotheke zu einem leistungsfähigen und modernen Unternehmen gewandelt. In Deutschland versorgen rund 21.500 Apotheken an 365 Tagen im Jahr lückenlos die Bevölkerung mit Medikamenten. In Umfragen zur Kundenzufriedenheit belegen die deutschen Apotheken in der Regel vordere Plätze.

 

Bildquelle: J.-P. Lienhard, Basel © 2009

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