
Der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sind mehr als 44000 Anträge gestellt worden, mit denen Gesundheitsargumente in der Werbung für Lebensmittel genehmigt werden sollen. Hintergrund: Künftig müssen nach EU-Recht für solche Aussagen wissenschaftliche Nachweise vorliegen. “Die schiere Masse zeigt, wie unübersichtlich dieser Markt für die Verbraucher ist”, sagt Martin Rücker, Sprecher der Verbraucherinitiative “Foodwatch”, in der “Apotheken Umschau”. Die überbordende Menge der Anträge hat bereits dazu geführt, dass die Behörde die Herausgabe einer Positivliste mit wissenschaftlich haltbaren Aussagen um voraussichtlich zwei Jahre verschieben musste. Rückert fordert von den Lebensmittelherstellern, auf Gesundheitsargumente bei Lebensmitteln ganz zu verzichten. Den Verbrauchern rät er: “Gehen Sie in den Supermarkt, wenn Sie Hunger haben – und zum Arzt oder Apotheker, wenn Sie krank sind.”
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Nach dem brutalen S-Bahnmord von München-Solln vor wenigen Wochen ist in Deutschland eine hitzige Diskussion über Zivilcourage entbrannt. Ein S-Bahn-Fahrgast war Mitte September von jugendlichen Gewalttätern zu Tode geprügelt worden, nur weil er vier Kinder vor deren Angriffen hatte beschützen wollen. Seitdem stellen sich viele die Frage, wie sie wohl in einer solchen Situation reagieren würden. Kann man überhaupt noch helfen, oder begibt man sich dann selbst in Lebensgefahr? Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der “Apotheken Umschau”, die nur wenige Tage nach der grausamen Tat erstellt wurde, zeigt, dass noch immer die Mehrheit der Deutschen zur Hilfe bereit ist. Über die Hälfte gaben an (51,7 %): “Wenn jemand in der Öffentlichkeit belästigt wird, würde ich auf jeden Fall eingreifen.” Vor allem die Männer sagen von sich, solche Zivilcourage sei für sie selbstverständlich (61,8 %). Frauen sind hingegen – wohl wegen ihrer körperlichen Unterlegenheit – etwas zurückhaltender (42,2 %).
Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg zwischen dem 18.9.2009 und dem 9.10.2009 bei 1.914 Frauen und Männern ab 14 Jahre.
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Speziell gegen Migräne gibt es rezeptfreie Medikamente mit den Wirkstoffen Naratriptan und Almotriptan. Sie können nicht nur den Kopfschmerz unterbrechen, sondern auch Übelkeit und Schwindel lindern. Aber Vorsicht: Wer sie einnimmt, muss sicher sein, dass sein Kopfschmerz wirklich Migräne ist, sonst wirken die Mittel nicht, berichtet die “Apotheken Umschau”. Keinesfalls sollte jemand sie probieren, weil sie etwa einem Bekannten gut geholfen haben. Zuerst muss ein Arzt gesichert haben, dass es sich bei dem Kopfschmerz tatsächlich um eine Migräne handelt. Er muss ebenfalls ausschließen, dass der Patient Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat, weil es dabei zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann. Apothekenkunden, die diese Migränemittel verlangen, müssen mit Fragen rechnen: “Grundsätzlich sollte der Patient uns über alle seine Erkrankungen und Medikamente informieren”, sagt Dr. Jörg Wittig, Apotheker aus Schleiz. “Wenn er das nicht kann, verweisen wir ihn an den Arzt.”
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Kinder, die mit ihrem Vater über wichtige Angelegenheiten reden, greifen seltener zur Zigarette als Kinder ohne diesen Austausch, berichtet die “Apotheken Umschau”. Das Magazin beruft sich auf eine Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität Cardiff (Wales), die 3500 Teenager drei Jahre lang zu verschiedenen Aspekten des Lebens befragt hatten, darunter Streit und Gespräche in der Familie. Die Kommunikation mit dem Vater erwies sich als stärkster Schutz vor der Nikotinsucht.
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Mit drastischen Strafen auf Missachtung von Badeverboten reagieren spanische und portugiesische Behörden auf die zunehmende Zahl tödlicher Unfälle beim Schwimmen. Gelbe Flaggen signalisieren, dass Baden nur eingeschränkt oder mit größter Vorsicht möglich ist. Rote Beflaggung bedeutet überall auf der Welt absolutes Badeverbot, berichtet die “Apotheken Umschau”. Die Gründe dafür erkennt der unerfahrene Strandbesucher selbst häufig nicht. Das mag erklären, warum diese Verbote immer wieder übergangen werden. Oft gibt es an den gesperrten Strandabschnitten sogenannte “Rippströmungen”, die äußerlich kaum erkennbar sind und auch nur unregelmäßig auftreten können. Sie ziehen selbst gute Schwimmer mit ungeheurer Kraft ins offene Wasser. Wem dies trotz aller Vorsicht passiert, der soll nicht versuchen, auf direktem Wege den Strand zu erreichen. Das schaffen selbst kräftige Menschen kaum. Erfolgversprechender ist, seitlich aus der Strömung zu schwimmen, also parallel zum Strand. Dabei sollte man sich frühzeitig durch Rufen und Winken bemerkbar machen.
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In jedem öffentlichen Gewässer können heute fast 0,5 Mikrogramm pro Liter des Schmerz- und Rheumamedikaments Diclofenac nachgewiesen werden. Forellen bekommen davon Nieren- und Kiemenschäden. Niemand hat das Arzneimittel böswillig in Flüsse und Seen geschüttet. Die Hauptursache: Wenn wir Menschen es einnehmen, verlassen rund 70 Prozent davon unseren Körper unverändert mit dem Urin, überstehen Kläranlagen und verteilen sich im Grund- und Oberflächenwasser – insgesamt etwa 63 Tonnen pro Jahr, berichtet die “Apotheken Umschau”. Nicht nur Diclofenac, auch viele andere Arzneimittel gehen diesen Weg. In deutschen Oberflächengewässern sind etwa 150, im Grundwasser an die 40 verschiedene Wirkstoffe nachweisbar. Die einzelnen Substanzen bereiten dabei den Menschen keine akuten Probleme, weitgehend ungeklärt aber ist, was sie in ihrer Gesamtheit, zum Beispiel in Wechselwirkungen miteinander, verursachen. Sorgfältigere Dosierung von Medikamenten und Einsatz nur, wo er auch wirklich geboten ist, muss eine der Folgerungen sein, die an Ärzte und Patienten gerichtet sind. Ein Drittel der ins Wasser gelangenden Wirkstoffe aber könnte sofort vermieden werden: Wenn niemand mehr unbenötigte Arzneimittel in den Ausguss oder ins Klo schütten würde. Ein ungefährlicher Entsorgungsweg ist – mit Ausnahme von Krebsmitteln – die Mülltonne. In Deutschland wird fast 100 Prozent des Hausmülls verbrannt.
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Hausbesuche sind bei vielen niedergelassenen Ärzten wenig beliebt. Kein Wunder, denn der Aufwand wird von den Krankenkassen miserabel bezahlt. Doch jeder Arzt ist für seine Patienten verantwortlich – auch für deren Versorgung im Notfall. Bittet ein Patienten daher um einen Hausbesuch, reicht es nicht, eine Ferndiagnose per Telefon zu stellen. “In der Musterberufsordnung für Ärzte steht, dass der Patient vom Mediziner angeschaut werden muss”, bestätigt der Fachanwalt für Medizinrecht und Notar Thomas Girr aus Salzhausen in der “Apotheken Umschau”. Nur zwei Gründe gebe es, den Besuch zu verweigern: Wenn der Arzt durch einen anderen Notfall gebunden ist oder wenn er sich für das geschilderte Gesundheitsproblem nicht für kompetent hält, weil es nicht in sein Fachgebiet fällt. Girr: “Um die Notfallversorgung des Patienten muss er sich in jedem Fall kümmern.” Das bedeutet: Der Mediziner muss einen Kollegen oder den Rettungsdienst zu dem Hilfesuchenden schicken.
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In industriell hergestellten Lebensmitteln stecken oft kalorienhaltige Süßungsmittel wie Fruktose-Glukose-Sirup. Diese beeinflussen die Blutfettwerte ungünstig und erhöhen damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, berichtet die “Apotheken Umschau”. Aus einer US-Studie mit 6000 Teilnehmern gehe hervor, dass Menschen, die mehr als zehn Prozent ihrer Kalorien über solche Süßungsmittel aufnehmen, besonders gefährdet seien. Alarmierend für die USA: Dort stammen im Schnitt 16 Prozent der Nahrungskalorien von diesen verführerischen Zutaten.
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Sich völlig frei fühlen, sich sonnen und baden ganz ohne lästige Klamotten – für Anhänger der Freikörperkultur, kurz FKK, gibt es nichts Schöneres. Doch was in den 1980er Jahren noch der letzte Schrei war, ist heute kein wirklicher Trend mehr. Lediglich jeder siebte Deutsche (13,9 %) gibt in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsportals “apotheken-umschau.de” an, FKK-Einrichtungen zu besuchen und sich dort völlig unbekleidet zu zeigen. Besonders weit verbreitet war die Freikörperkultur zu DDR-Zeiten – und noch immer gibt es der Umfrage zufolge im Ost-West-Vergleich in den Neuen Bundesländern deutlich mehr passionierte Nackedeis als in den Ländern der alten BRD (Neue BL: 21,6 %; Alte BL: 12,1). Als noch immer sehr FKK-begeistert outeten sich in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sogar drei von zehn der befragten Männer und Frauen (Mecklenburg-Vorpommern: 30,1 %; Brandenburg: 29,4 %). In den Alten Bundesländern scheinen sich vor allem die Baden-Württemberger beim Nacktbaden und -sporteln wohlzufühlen (19,2 %). Am bedecktesten halten sich hingegen die Niedersachen und Bremer. Von ihnen besucht nur jeder 20. (5,0 %) ab und zu eine FKK-Einrichtung
Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals “apotheken-umschau.de”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.982 Personen ab 14 Jahren.
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Menschen, die an einer Migräne leiden, sollten ein besonderes Augenmerk auf ihre Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten richten. Sie scheinen in diesem Punkt besonders gefährdet zu sein, berichtet die “Apotheken Umschau” unter Berufung auf US-Forscher vom Albert Einstein College of Medicine in New York. Das Risiko von Migräne-Patienten für Herzinfarkt ist diesen Forschungen zufolge doppelt so hoch wie bei gesunden Vergleichspersonen. Ob die Kopfschmerz-Patienten eine Anlage für diese Erkrankungen haben oder ob sie eine Folge der Lebensumstände sind, ist aber nicht geklärt. Als gesichert gilt, dass Frauen mit Migräne ein deutlich höheres Schlaganfallrisiko haben. Sie sollen auf jeden Fall das Rauchen aufgeben und regelmäßig Blutdruck und Cholesterin überprüfen lassen. Zudem leiden sie dreimal häufiger als Gesunde an einer Depression. Daraus kann sich ein Teufelskreis ergeben: Depressionen fördern wiederum Migräneanfälle. Von einer positiven Verknüpfung wird auch berichtet: Frauen mit Migräne haben ein um 30 Prozent verringertes Risiko für Brustkrebs. Hormonelle Einflüsse könnten dafür verantwortlich sein.
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Akupunktur kann die Angst vor dem Zahnarzt nehmen. Das berichtet die “Apotheken Umschau” unter Berufung auf eine schwedische Studie. Spezialisierte Zahnärzte setzten bei 20 Patienten mittleren Alters, die schon seit Jahren mit Angst vor dem Bohrer kämpften, Nadeln an zwei Punkten der Schädeldecke. Fünf Minuten später konnten sie bei allen Teilnehmern mit der Behandlung beginnen. Vor der Akupunktur waren dazu nur sechs Patienten bereit.
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Häufig werden psychische Probleme als Ursache für das Bettnässen angesehen. Doch diese sind meist nicht die Auslöser, sondern eine Folge von Scham und Heimlichtuerei, berichtet die “Apotheken Umschau”. Tatsächliche Ursache des Bettnässens seien falsches Trink- und Toilettenverhalten sowie eine überaktive oder zu kleine Blase. Rund 640000 bettnässende Kinder gibt es in Deutschland, die sich nicht unbeschwert auf die Ferien freuen können, weil sie ungern in fremder Umgebung schlafen. Betroffenen Eltern gibt die Deutsche Enuresis Akademie unter www.initiative-trockene-nacht.de Tipps, wie ihre Kinder die schönste Zeit des Jahres genießen können.
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Sie werden plötzlich angesprochen und alle Augen richten sich auf Sie. Das ist Ihnen unangenehm? Damit sind Sie nicht alleine, so geht es den meisten Deutschen. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der “Apotheken Umschau”. Mehr als jeder Zweite (55,7%) meidet zu viel Aufmerksamkeit und bemüht sich in der Öffentlichkeit nicht zu sehr aufzufallen. Öffentliche Kränkungen können unangenehm sein. Die Hälfte der Befragten (49,0%) vermeidet es auch anderen zu zeigen, wenn sie sich gekränkt oder verärgert fühlen. Ebenso viele (48,7%) fühlen sich nicht wohl, wenn sie Reden oder Ansprachen im Freundeskreis halten sollen. Mehr als jeder vierte Befragte (27,7%) leidet sogar an unbekannten Orten unter einem Gefühl der Unsicherheit.
Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.931 Frauen und Männern ab 14 Jahren.
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Die meisten Menschen brauchen eine direkte Ansteckung durch Patienten, die akut an einer Gürtelrose leiden, nicht zu fürchten. Schwangere, die noch keine Windpocken hatten oder nicht geimpft sind, müssen den Kontakt hingegen unbedingt meiden, berichtet die “Apotheken Umschau”. Gemeinsamer Erreger von Windpocken und Gürtelrose ist das Varizellen-Virus. Es verursacht bei Kindern den Bläschenausschlag, der am ganzen Körper auftreten kann, bei älteren Menschen dagegen immer nur den abgegrenzten Hautbereich eines Nervenastes betrifft. In beiden Fällen handelt es sich um lästige, aber ungefährliche Erkrankungen. Infiziert sich jedoch eine ungeschützte Schwangere an den Bläschen der Gürtelrose kann dies lebensbedrohliche Folgen für das ungeborene Kind haben.
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Stress erleichtert die Bildung von Metastasen des Eierstockkrebses. US-Wissenschaftler haben einen Mechanismus entdeckt, der diesen Zusammenhang erklärt, berichtet die “Apotheken Umschau”. Stresshormone wie Adrenalin unterdrücken demnach das Absterben von Krebszellen, die sich aus dem Tumorverband lösen und in den Körper ausgeschwemmt werden. Normale Körperzellen sterben ab, wenn sie nicht mehr in ihr Organ eingebunden sind. Bei Krebszellen ist diese Form des “programmierten Zelltodes” ohnehin schon geschwächt. Stresshormone unterdrücken das Absterben zusätzlich und machen die Ansiedlung von Metastasen dadurch wahrscheinlicher.
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Nach einem anstrengenden Tag hilft vielen eine Runde Joggen, Ausspannen vor dem Fernseher oder ein gutes Buch auf der bequemen Couch. So manch einer braucht zum Stressabbau eigenen Angaben zufolge aber etwas “Härteres”. Vor allem Männer sagen, nach einem stressigen Tag helfe ihnen Bier, Wein oder gar das ein oder andere Schnäpschen um wieder “runterzukommen”. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der “Apotheken Umschau”. Jeder fünfte Mann (19,5 %) gibt zu: “Ich entspanne mich mit Alkohol”. Frauen greifen deutlich seltener zu dieser Entspannungsmethode (8,5 %).
Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2047 Personen ab 14 Jahren, darunter 1054 Frauen und 993 Männer.
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