Aufgaben des Apotheker ´s
Ein Phänomen ist es, dass ein so wichtiger Mann wie der, der die Mittel zur
Verbesserung der Beschwerden liefert, in den Annalen der Geschichte nicht verzeichnet
ist. Von berühmten Künstlern und großen Baumeistern, vonerhabenen
Philosophen und bedeutenden Ärzten zu berichten, ist weit verbreitet. Auch Entdecker und Erfinder
sind in großer Zahl bekannt, nur den Apotheker kennt niemand, und bis heute ist
seine Tätigkeit umstritten. Ist er nur Pharmazeut, Naturwissenschaftler, Helfer und Berater ?
oder ist er ein kleingeistiger Pillenverkäufer mit einer Krämerseele?
Wahrscheinlich beides. Er wird beurteilt, wie er sich gibt. Der eine ein
pfennigsuchender Händler, der andere berät und hilft, und der dritte forscht
versteckt im Labor ungesehen und unbeachtet.
Geschichtlich bekannte Apotheker
Apotheker
sein ist ein recht vielseitiges Tun, aber kein eindeutiger Begriff, und darum
ist dieses Berufsbild weder in das Bewusstsein der Menschen, noch in die
Geschichte eingegangen. Berühmte Apotheker aber gibt es gerade genug. Da wäre
als zunächst Friedrich Wilhelm Sertürner (1783-1841) zu nennen, wahrscheinlich
der Einzige, von dem immer geschrieben steht, dass er Apotheker war. Er war
einer der ersten, die einen Pflanzenwirkstoff isolierten, nämlich das Morphin
aus dem Opimextrakt, und so ist es möglich geworden, Pflanzenwirkstoffe exakt
dosiert anzuwenden. Doch so sehr auch seine Arbeit von grundlegender Bedeutung
war, er ist doch weitgehend ein Unbekannter geblieben. Andere Namen sind da
schon geläufiger. Zum Beispiel Carl Spitzweg (1808-1885), der Maler. In
Rothenburg ob der Tauber hat er als Apotheker gelernt und gleichzeitig in der
typischen Apothekerart ganz klein, ganz genau, gewissermaßen in der Welt der
Milligramme, das Tun und Treiben dieser Stadt eingefangen. Die merkwürdigen
Käuze, die er auf seinen liebenswerten Bildern malerisch festgehalten hat,
dürften die schrullig hypochondrischen Kunden in der Apotheke gewesen sein. Ein
anderer, weit bekannter Vertreter des Apothekerstandes ist Theodor Fontane
(1819-1898).Dies dürfte wohl auch der Grund sein, warum in seinem Roman Effi
Briest der Apotheker so liebevoll gezeichnet worden ist. Doch neben diesen
Außenseitern des eigentlichen Berufes gibt es noch sehr viele, die gerade in der
Tätigkeit als Apotheker Grundlegendes geleistet haben. Hier muss als erster
Claudius Galenus (131-201)genannt werden, der aus Pergamon an der Küste Kleinasiens stammt. Er hat
nicht nur die Weisheit des großen Hippokrates (460-377 v. Chr.) wieder neu
erweckt und zu Papier gebracht, sondern den alten Arzneischatz noch erheblich
erweitert und vor allem Anweisung gegeben, wie aus Kräutern, Pulvern und
Mineralien eine gute Arznei hergestellt werden soll.
Der Apotheker hat die Aufgabe, die Bevölkerung ordnungsgemäß mit Medikamenten, Arzneimitteln bzw medizinischen Hilfsmitteln zu versorgen. Diese umfasst die Entwicklung, Lagerung, Herstellung, Prüfung, Risikoerfassung und Abgabe von Arzneimitteln sowie die Information von Patienten und Ärzten zu Arzneimitteln. In der Selbstmedikation sowie der Gesundheitsvorsorge und -erziehung bekommt die Beratung zunehmend Bedeutung.
Vielfältig sind die Einsatzgebiete des Apothekers und seine Aufgaben. Die wichtigsten Einsatzgebiete werden mit einigen ausgewählten Aufgaben nachfolgend aufgeführt:
Apotheker in der öffentlichen Apotheke
Apotheker im Krankenhaus
Apotheker in der Industrie
Apotheker in Prüfinstitutionen
Apotheker in der Bundeswehr
Apotheker in der Verwaltung
(Behörden des Bundes und der Länder, Körperschaften des öffentlichen Rechtes)
Apotheker an der Universität
Apotheker in Ausbildung und Unterricht
Kommentare
Durchschnittliche Bewertung:
Noch keine Kommentare für diesen Eintrag vorhanden